Krieg, stell Dir vor er wäre hier!

Eine wirklich schreckliche Vorstellung, die in unserem alltäglichen Leben zum Glück kein Thema ist. Wie es ist, wenn Menschen nicht schlafen können, weil in den Nachbarhäusern Bomben einschlagen oder sich Familien im Keller verstecken müssen ohne Nahrung und ohne fließend Wasser. Immer der Gefahr ausgesetzt, selbst getötet zu werden bzw. täglich damit rechnen zu müssen, ein Familienmitglied zu verlieren? In Deutschland schwer vorstellbar, aber in vielen Ländern die Realität.

Was wäre, wenn Deutschland und Frankreich sich bekriegen würden, die Europäische Union zerfallen und wir auf dem Weg nach Ägypten. Was kann ich mitnehmen, was muss ich alles zurücklassen, wie bezahle ich die Schlepper? In diese Situation wurden die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Fachgymnasiums der Beruflichen Schule in der Siemensallee gebracht. Der Schauspieler Felix Meusel nahm 23 Schüler durch aktive Einbeziehung in das Klassenzimmerstück „Krieg, stell dir vor er wäre hier“ zu einem Perspektivwechsel mit. Ein deutscher Jugendlicher flieht vor dem Krieg in Europa. Geglückte Flucht, Ankunft in Ägypten und was nun? Andere Sprache, andere Sitten, kein Schulabschluss und keine Arbeit, kein Geld und das Gefühl, nicht willkommen zu sein.

45 Minuten, die so schnell vergangen sind und doch so viele Eindrücke vermittelt haben, wie es kein `normaler` Geschichts- oder Sozialkundeunterricht kann.

Für die beeindruckende Darstellung und wertvolle Aufarbeitung des Stückes „Krieg, stell Dir vor er wäre hier!“ möchten wir, die Klasse FGW91 mit der Lehrerin Frau Hohmann und den Schulsozialarbeitern Herr Elsner und Frau Jenning, recht herzlich beim Theater Vorpommern bedanken und insbesondere bei Felix Meusel und Elisa Weiß, sowie dem Präventionsverein der Stadt Greifswald für die finanzielle Unterstützung.

Geschrieben von den Schulsozialarbeitern Kai Elsner und Mandy Jenning

Greifswald, den 14. Januar 2020

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